Petra Dimow
Wie strukturierst du einen typischen Arbeitstag in der Beratung, und welche Tools nutzt du zur Organisation?
Meinen Arbeitstag strukturiere ich nach aktuellen Prioritäten mit klarem Fokus auf den Ticket-Support. Zur Organisation nutze ich Jira und Odoo. Mein technisches Setup basiert auf Linux sowie Container- und Virtualisierungslösungen; für tiefergehende Log- und Code-Analysen (primär im Python-Umfeld) setze ich gezielt IDEs ein. Bei Netzwerkproblemen nutze ich zudem Wireshark, um Fehlerquellen im Traffic präzise zu isolieren.
Im Support verfolge ich einen systematischen Ansatz: Ich analysiere Tickets, validiere Bugs direkt im Code und dokumentiere diese für die Entwicklung. Konfigurationsprobleme reproduziere ich in lokalen Testumgebungen, oft in engem Austausch mit dem Kunden via Video-Call. Dieser Mix aus technischem Debugging und direkter Kommunikation macht meinen Alltag sehr abwechslungsreich.
Gelegentlich unterstütze ich zudem im Consulting, insbesondere bei der Neuinstallation von Checkmk. Dabei begleite ich punktuell die Anforderungsklärung sowie die technische Umsetzung und helfe den Kunden dabei, das Produkt von Beginn an optimal einzusetzen.
Was ist für dich das Besondere an der Kundenbeziehung im B2B/IT-Sektor?
Im B2B-/IT-Sektor ist die Kundenbeziehung vor allem langfristig und partnerschaftlich. Es geht nicht nur um die Lösung einzelner Probleme, sondern darum, den Kunden nachhaltig zu unterstützen. Dabei sind Vertrauen, technisches Verständnis und ein gutes Eingehen auf die jeweilige Situation besonders wichtig.
Wie gehst du vor, wenn du einen Kunden berätst, der vielleicht schon tiefgreifendes Wissen über das System hat?
Ich begegne allen Kunden grundsätzlich auf Augenhöhe und kläre zunächst kurz Ziel und Kontext. Danach fokussiere ich mich auf die konkreten technischen Details und mögliche Lösungsansätze, anstatt Grundlagen zu erklären. Wichtig ist mir dabei, echten Mehrwert durch neue Perspektiven oder gezielte Problemlösungen zu liefern.
Was siehst du als deine größten persönlichen Stärken im Umgang mit Kunden?
Eine meiner größten Stärken im Umgang mit Kunden ist mein Einfühlungsvermögen. Ich kann mich gut in ihre Situation hineinversetzen und verstehe schnell, was sie wirklich brauchen oder erwarten. Dadurch gelingt es mir, gezielt Lösungen anzubieten und auch in schwierigen Situationen ruhig und kundenorientiert zu reagieren.
Viele unserer Consultants geben ihr Wissen in Form von Tutorials oder Schulungen weiter. Wie wichtig ist dir dieses „Knowledge-Sharing“?
Ich gebe auch sehr gerne Wissen weiter, in Form von Knowledge-Base-Artikel oder bin auch, wenn es meine Zeit erlaubt, gerne im Checkmk Forum aktiv.
Wir haben Kollegen, die vom reinen Nutzer unseres Produkts zum Consultant für unser Unternehmen wurden. Wie gelingt es dir, dich tief in ein neues Produkt einzudenken und dich damit zu identifizieren?
Um mich tief in ein neues Produkt einzuarbeiten, verfolge ich einen strukturierten, praxisnahen Ansatz: Zunächst erarbeite ich mir die Grundlagen systematisch anhand der Dokumentation, um die vorgesehene Logik und alle Funktionen grundlegend zu verstehen.
Parallel dazu gehe ich in die aktive Anwendung, um typische Use-Cases aus Kundensicht nachzuvollziehen. Bei komplexen Themen oder spezifischen Plugins tauche ich in den Code ein, was mir besonders beim Debugging und bei der Entwicklung individueller Lösungen hilft.
Abgerundet wird meine Einarbeitung durch den direkten Austausch mit den Entwicklern und Kollegen. So baue ich schnell ein fundiertes Verständnis auf, um Kunden kompetent und lösungsorientiert zu unterstützen.
Was macht Checkmk oder dein Team deiner Meinung nach so besonders?
Was Checkmk und mein Team für mich besonders macht, ist der starke Zusammenhalt. Obwohl das Team international verteilt ist – unter anderem in Deutschland, den USA und Asien – funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut und basiert auf offener und direkter Kommunikation.
Das wird besonders bei persönlichen Treffen deutlich, zum Beispiel auf der jährlichen Checkmk Conference oder bei internen Veranstaltungen, wo man den starken Teamgeist nochmal deutlich spürt.
Erinnerst du dich an ein besonders interessantes, aufregendes oder schönes Erlebnis bei Checkmk? Wenn ja, kannst du uns davon erzählen?
Ich freue mich jedes Jahr besonders auf unsere CMK Conference Woche. Wenn das internationale Team zusammenkommt, nutzen wir die Zeit nicht nur für die Arbeit, sondern auch für den persönlichen Austausch. Dass wir abends mal in entspannter Runde zusammen sitzen und eine gute Zeit miteinander verbringen, macht für mich eine echte Teamkultur aus.
Was hat dich dazu bewogen, bei Checkmk zu starten? Wie bist du zu Checkmk gekommen?
Ich kenne Checkmk tatsächlich schon sehr lange – es begleitet mich seit meiner Ausbildungszeit. Bereits 2012 hatte ich im Rahmen meines Abschlussprojekts die Aufgabe, ein Monitoring-System einzuführen, inklusive Installation und Konfiguration. Damals habe ich mich schon intensiv mit Checkmk beschäftigt.
Auch in meiner weiteren beruflichen Laufbahn hat mich das Thema begleitet: Als System Engineer im Monitoring-Umfeld war ich unter anderem für die Betreuung und Weiterentwicklung von Checkmk zuständig – damals noch auf Kundenseite.
Der Wunsch, mich direkt bei Checkmk zu bewerben, war daher schon länger da. Letztlich bin ich dann über einen Headhunter auf die konkrete Stelle aufmerksam geworden – und das hat perfekt gepasst, da ich meine bisherigen Erfahrungen nun direkt beim Hersteller einbringen und weiterentwickeln möchte.