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Gianluca, Technical Writer

Gianluca Fiore

Hallo Gianluca, vielen herzlichen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast!

Wie bist du zu Checkmk gekommen?

Vor zwei Jahren habe ich mich beruflich neu orientiert: von der Entwicklung/ Systemadministration zu Content Writing. Ich war zwar grundsätzlich zufrieden mit dem Wechsel, fühlte mich aber in meiner Rolle als technischer Redakteur nicht mehr wirklich gefordert und suchte nach einem dynamischeren Umfeld. Das Marketing-Team brauchte jemanden mit technischem Hintergrund für Content – das passte perfekt zu meinen Vorstellungen. Ich habe mich im Bewerbungsprozess bei Checkmk unglaublich willkommen gefühlt, so wie nie zuvor. Der Prozess war außerdem sehr strukturiert und schnell – das hat mein Gefühl noch verstärkt, dass Checkmk die richtige Wahl ist. Bisher hat nichts diesem Gefühl widersprochen – ganz im Gegenteil, ehrlich gesagt!

Was ist deine Aufgabe bei Checkmk?

Ich schreibe technische Inhalte für die Checkmk-Website. Meistens edukativer Art, aber mit einem Marketing-Fokus. Das reicht von Blogposts, detaillierten Anleitungen, technischen Artikeln bis hin zur kompletten Gestaltung von Seiteninhalten. Dazu kommen Aufgaben wie Keyword-Recherche, Content-Planung, CMS-Pflege, Marketingbroschüren und gelegentlich Übersetzungen von englischen Inhalten ins Italienische.

Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?

Ich starte meistens gegen 9 Uhr. Die erste halbe Stunde ist für E-Mails, neue Aufgaben und Slack-Nachrichten reserviert. Ich schreibe, recherchiere oder korrigiere eigentlich täglich Inhalte. Je nach Inhalt spreche ich mich mit Kolleg:innen ab oder führe Meetings mit Expert:innen. Meist schreibe ich am Vormittag intensiv und widme mich am Nachmittag eher Recherche, Nachbereitung und den "weniger spannenden" Aufgaben, die aber genauso dazugehören.

Mit welchen Tools/Technologien arbeitest du?

Zur täglichen Kommunikation nutzen wir Slack und Zoom. Fürs Schreiben arbeite ich in VS Code – das wollte ich schon lange lernen und konnte es hier endlich anwenden. Alles entsteht dort zuerst, bevor ich es nach Google Docs exportiere, um Feedback zu erhalten. Jira hilft bei der Organisation. GIMP ist super hilfreich für einfache Grafikbearbeitung oder Screenshots. Google Docs nutze ich auch für Präsentationen oder Broschüren. Viel mehr braucht es aktuell nicht.

Du arbeitest remote aus Polen – wie läuft das für dich?

Ich habe bereits über zweieinhalb Jahre remote gearbeitet, bevor ich zu Checkmk kam – ich war also vorbereitet. Die polnische Regierung hat Unternehmen von Anfang an freie Hand für Remote Work gegeben. Das hat dazu geführt, dass viele Arbeitnehmer sich gut auf die Arbeit ohne physische Nähe einstellen konnten. Die meisten hier sind sehr zufrieden mit dem Modell: gutes Internet, niedrige Kosten, viele Firmen erstatten Equipment. Der Wechsel war für mich völlig nahtlos.

Kulturell sind viele Polen ohnehin nicht besonders sozial im Arbeitskontext – es gibt wenig Druck, ins Büro zurückzukehren. Die meisten Firmen setzen entweder auf 1–2 Bürotage oder komplett remote. Es gibt sogar einen kleinen Trend, dass jüngere Millennials zurück aufs Land ziehen und von dort arbeiten, um Miete und Pendelkosten zu sparen.

Wie siehst du den Unterschied zwischen remote und lokalem Arbeiten? Welche Vor- und Nachteile siehst du?

Dazu könnte man ein ganzes Buch schreiben!

Ich sehe als größte Nachteile von Remote Work: schwierigeres Onboarding und längere Zeiträume, bis man weiß, wen man worauf ansprechen kann. Im Büro sieht man auf einen Blick, wer zuständig ist. Remote braucht es einen klaren Single Point of Contact – das ist essenziell. Networking ist auch schwieriger, was je nach Karrierelevel problematisch sein kann.

Dagegen steht eine lange Liste von Vorteilen: konzentrierteres Arbeiten, weniger Ablenkung, echte Pausen, mehr Flexibilität bei der Tagesplanung. Es gibt weniger „Leerlaufzeit“ und dadurch sowohl produktivere Arbeitszeit als auch effektivere Erholung. Ich würde nicht ins Büro zurückwechseln, außer es wäre absolut notwendig.

Wie siehst du die Zukunft des Content Writings in einer Welt mit KI?

Ich habe KI bereits in meinen Arbeitsalltag integriert, vor allem im letzten Jahr. Sie ist gut für den groben Einstieg oder erste Entwürfe, braucht aber viel Nachbearbeitung, um natürlich zu klingen und Halluzinationen zu vermeiden. Am besten funktioniert KI als Begleiter beim Schreiben, Planen und besonders beim Recherchieren. Aber ich bin mir auch bewusst, dass viele Unternehmen aus Kostengründen auf komplett KI-generierte Inhalte setzen werden. Content Writing wird weiter existieren – mit KI-Tools an der Seite – aber einfache Einstiegsjobs werden wohl zunehmend automatisiert.

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