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Ab sofort ist der neue Checkmk MCP Server in unseren kommerziellen Editionen ab Release 2.5.0p13 ohne zusätzliche Kosten verfügbar. Über den MCP Server können Nutzer von Checkmk Pro, Ultimate/MT und Cloud KI-Modelle ihrer Wahl mit dem Monitoring-Wissen von Checkmk verbinden und so in natürlicher Sprache über ihre gesamte IT-Umgebung hinweg Abfragen stellen und Probleme analysieren. Checkmk stellt KI-Modellen damit wichtigen Monitoring-Kontext zur Verfügung, auf dessen Grundlage sie Zusammenhänge erkennen und Schlussfolgerungen ziehen können. 

Statt sich manuell durch Hosts, Ansichten und Metriken zu arbeiten, beschreiben Sie einfach in natürlicher Sprache, was Sie untersuchen möchten – etwa „Warum meldet dieser Host eine hohe CPU-Last?“ oder „Welche Fehler treten aktuell auf der Site auf?“ Die KI fragt die dafür relevanten Live-Daten aus Checkmk ab, setzt sie miteinander in Beziehung und hilft Ihnen, die Fehlerursachen schneller einzugrenzen, den manuellen Aufwand zu reduzieren und die MTTR zu senken. 

TL;DR:

  • Verbinden Sie Checkmk mit KI-Modellen Ihrer Wahl – externe oder lokal gehostete LLMs
  • Analysieren Sie Monitoring-Daten in natürlicher Sprache.
  • Die KI korreliert Live-Daten aus Checkmk für eine beschleunigte Root-Cause-Analyse.
  • Der Checkmk-MCP-Server berücksichtigt bestehende RBAC-Berechtigungen und arbeitet ausschließlich lesend.

Von Embedded zu Enabled AI

Im April haben wir mit „Explain with AI“ in Checkmk Cloud bereits eine erste KI-gestützte Funktion eingeführt: Das fest integrierte KI-Modell liefert leicht verständliche Zusammenfassungen und Handlungsempfehlungen bei der Ursachenanalyse einzelner Services. Der neue MCP Server geht einen Schritt weiter und ermöglicht die Verbindung externer KI-Clients mit Checkmk. Dadurch können Sie Ihr bevorzugtes KI-Modell für Root-Cause-Analysen über eine gesamte Site hinweg nutzen. 

Bring your own AI

Der Checkmk-MCP-Server basiert auf dem offenen Model Context Protocol (MCP) und ermöglicht es, eine MCP-fähige KI-Anwendung mit Checkmk zu verbinden. Die Tiefe der Analyse und die Qualität der Antworten hängen dabei vom gewählten Large Language Model (LLM) ab. Für beste Ergebnisse empfehlen wir aktuell Claude (Sonnet, Opus) sowie die GPT-5.6-Modellfamilie von OpenAI (Sol, Terra, Luna). 

In regulierten oder Air-Gapped-Umgebungen können Sie den MCP-Server mit einem lokal gehosteten LLM betreiben. Ihre Monitoring-Daten bleiben damit innerhalb Ihrer eigenen Umgebung. Nur wenn Sie sich für ein extern gehostetes Modell entscheiden, verlassen die Daten Ihr Netzwerk.

Zugriff und Kontrolle

Da der MCP Server direkt innerhalb von Checkmk läuft, kann er Daten effizienter verarbeiten. Gleichzeitig übernimmt das KI-Modell die bestehenden RBAC-, Authentifizierungs- und Berechtigungen des jeweiligen Checkmk-Nutzers. Die Verbindung läuft über OAuth. Die KI arbeitet dabei innerhalb der Berechtigungen des jeweiligen Checkmk-Nutzers: Sie können über den MCP Server also nur auf das zugreifen, wozu Sie auch direkt in Checkmk berechtigt sind. 

Zusätzlich arbeitet der Server ausschließlich lesend (read-only). Die KI kann Daten aus Checkmk zwar abfragen und analysieren, aber keine Änderungen an Ihrer Monitoring-Umgebung vornehmen. Sie kann weder Downtimes setzen noch Alerts quittieren oder Konfigurationsänderungen durchführen. Änderungen an Ihrer Umgebung bleiben vollständig in Ihrer Hand. 

Was Sie mit dem MCP-Server tun können

Die Root-Cause-Analyse (RCA) ist aktuell der wichtigste Anwendungsfall des MCP Servers. Sie können Ihre Anfrage dabei Schritt für Schritt weiter präzisieren.

Komplexe Incidents schneller analysieren: Die KI korreliert relevante Informationen aus verschiedenen Datenquellen und setzt sie miteinander in Zusammenhang. Sie korreliert Metrik-Trends, Service-Status und Event-Console-Einträge und berücksichtigt Abhängigkeiten zwischen Hosts und Services über die gesamte Site hinweg. Dadurch erhalten Sie ein umfassendes Bild der Störung, das Ursachen und Auswirkungen schneller sichtbar macht und die MTTR reduziert.

Prompt-Beispiel: „Finde die Hosts, die gestern Nacht innerhalb desselben Fünf-Minuten-Fensters ausgefallen sind, und sage mir, was sie in Bezug auf Ordner, Tags und Labels gemeinsam haben.“

Troubleshooting ohne tiefes Checkmk-Wissen: Die KI beantwortet offene Fragen zu Zuständen und Problemen, ohne dass Sie sich mit komplexen Ansichten, Filtern oder Abfragestrukturen auskennen müssen.

Prompt-Beispiel: „Was ist gerade kritisch und bei welchen dieser Probleme hat bereits jemand den Empfang bestätigt?“

Triage: What needs my attention right now?

Wartungsfenster und Änderungen berücksichtigen: Die KI setzt Alerts in den Kontext von Wartungsfenstern und vorausgegangenen Änderungen. Sie prüft beispielsweise, ob zum Zeitpunkt eines Alerts eine Downtime aktiv war oder ob kurz zuvor eine Konfigurationsänderung vorgenommen wurde. So erkennen Sie schneller, ob ein Alert mit einer geplanten Wartung oder einer vorherigen Änderung zusammenhängt.

Prompt-Beispiel: „Prüfe, ob in der Stunde vor Beginn der CPU-Warnmeldungen im Ordner Linux/Production eine Setup-Änderung aktiviert wurde.“

Darüber hinaus können Sie den offenen, modellunabhängigen MCP-Ansatz nutzen, um eigene KI-Agenten und KI-gestützte Workflows auf Basis von Checkmk-Daten umzusetzen.

KI im Test: 89 Issues – eine Ursache

Um die Leistungsfähigkeit unter realen Bedingungen zu testen, haben wir den Checkmk MCP-Server in einer Umgebung mit 603 Hosts und 12.383 Services eingesetzt. 

Der Incident: Die Payments-API fällt aus, wodurch Kunden nicht mehr auschecken können. Zu diesem Zeitpunkt besteht das zugrunde liegende Problem bereits seit sechs Minuten. Das Dashboard zeigt 89 offene Issues.

Der Prompt: „Die Payments-API meldet Fehler. Finde die Root Cause."

Payments API example: RCA

Die RCA: Innerhalb weniger Sekunden gruppiert die KI die 89 Einzelmeldungen in 46 Cluster. Dabei erkennt sie, dass die jeweiligen Fehler bei der Payments-API, dem Checkout-Worker, dem Cache, der Mail-Zustellung und dem File-Share keine unabhängigen Probleme sind, sondern zusammenhängen. Die übrigen 45 Cluster erweisen sich als irrelevantes Grundrauschen. 

Die Root Cause: eine ausfallende Festplatte der primären Payment-Datenbank. Für sich betrachtet liefert die Datenbank zu diesem Zeitpunkt noch keinen eindeutigen Hinweis, da ihre internen Hardware-Diagnosetools noch nicht angeschlagen haben. Erst die Korrelation der über verschiedene Services verteilten Symptome macht die zugrunde liegende Ursache sichtbar.

Der Nutzen: Ohne KI-Unterstützung hätte das Team manuell Dashboards abgleichen, Logs wälzen und die Chronologie der 89 Alerts rekonstruieren müssen. Genau hier macht der MCP Server einen Unterschied: Statt einzelne Symptome nacheinander zu untersuchen, korreliert die KI verteilte Signale und verkürzt den Weg von Dutzenden Alerts zur eigentlichen Fehlerursache deutlich. 

Jetzt sind Sie dran: Testen und Feedback geben

Der neue MCP Server ist ab sofort als experimentelles Release in den Editionen Pro, Ultimate/MT und Cloud enthalten. Sie können Ihre bevorzugte KI mit Checkmk verbinden und den MCP Server mit eigenen Ad-hoc-Fragen testen. 

Sie können ihn in vier einfachen Schritten einrichten: 

  1. Aktualisieren Sie Ihre Checkmk-Instanz auf das Release 2.5.0p13.

  2. Aktivieren Sie unter Setup → General → Global settings → Site management die Option Enable MCP server und übernehmen Sie die Änderungen.

  3. Verbinden Sie Checkmk mit Ihrem KI-Client (z. B. indem Sie den MCP Server zu Claude Code hinzufügen) und hinterlegen Sie die MCP-URL Ihrer Instanz.

  4. Starten Sie den Client, rufen Sie /mcp auf und schließen Sie die Authentifizierung per Browser-Login (OAuth) ab.

Eine detaillierte Anleitung inklusive Beispiele für Prompts finden Sie in unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden in der Knowledge Base.

Probieren Sie den MCP Server aus und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns im Checkmk Forum. Ihr Feedback fließt direkt in die Weiterentwicklung der KI in Checkmk ein. 

Save-the-Date: Am 23. September laden wir Sie zu unserem Community Call ein. Wir zeigen den MCP-Server live und beantworten Ihre Fragen.